Geschichte

Seit ungefähr 1650 wurde die Quelle in Helfbrunn von Menschen in der Hoffnung auf Heilung besucht. Ein erstes schriftliches Zeugnis ist aus dem Jahr 1716 erhalten. Ursprünglich stand neben der Quelle ein Kreuz welches zur Andacht diente. Um diese Zeit errichtete ein Viehhirte namens Michael Tell eine Hütte über der Quelle und begann einen Badebetrieb, der mit religiösen Handlungen verbunden war. Das Gebiet von Helfbrunn lag damals in der Verantwortung des Pfarrers von Straden, der in dieser illegalen Wallfahrt einen Missstand sah und sie abzustellen versuchte. Ein begonnener Kapellenrohbau musste 1729 sogar abgetragen werden. Trotzdem hielten die Menschen an den Wallfahrten nach Helfbrunn fest. Nach 120 Jahren, um 1850, kam das Gebiet von Helfbrunn zur Pfarre Mureck, welche die Wallfahrt nicht ablehnte. So wurde ihrem Antrag stattgegeben und durfte 1856 am Hügel oberhalb der Quelle eine Kapelle errichtet werden. 1898 wurde diese auf die heutige Größe erweitert. Der Holzbau über der Brunnenquelle wurde 1881 abgetragen und an der gleichen Stelle eine Lourdes-Grotte errichtet. Bis Ende der 1960er Jahre hat es viele lokale Fußwallfahrten nach Helfbrunn gegeben. Heute sind von diesen nur wenige erhalten.

In den letzten Jahren besuchen vermehrt Radfahrer unseren Wallfahrtsort und Besucher nehmen Wasser aus dem Brunnen mit nach Hause. Unsere helle, freundliche Kirche ist auch als Tauf- und Trauungsort beliebt.

Die Hauptwallfahrtstage sind der 15. August (Mariä Aufnahme in den Himmel) und der 8. September (Mariä Geburt). Am 13. jedes Monats, von Mai bis einschließlich Oktober, wird um 19 Uhr eine Hl. Messe gefeiert.

Ausführliche Informationen über den Wallfahrtsort Maria Helfbrunn erhalten Sie in dem Buch „Alle heiligen Zeiten einmal… Die Wallfahrt Maria Helfbrunn“ von Burkhard Pöttler und Heinrich Kranzelbinder, ISBN 3 85365 124 0.

*Das Bild oben ist ein Aquarell von Albert Roschkaritsch, entstanden um 1880